Technische Hilfsmittel für Alltag, Schule und Beruf
Auch mit einem Cochlea-Implantat oder Hörgerät ist das Sprachverstehen in manchen Situationen eingeschränkt – zum Beispiel bei Hintergrundgeräuschen, wenn der Sprecher mehrere Meter entfernt ist, sich bewegt oder Ihnen den Rücken zukehrt.
FM- oder Funkanlagen können hier Abhilfe schaffen, indem sie das Hören so ermöglichen, als stünde die sprechende Person direkt vor Ihnen in einem Meter Abstand und spräche mit normaler Lautstärke – unabhängig von ihrem tatsächlichen Standort. Eine FM-Anlage besteht aus einem Sender, den der Sprecher am Körper trägt, und einem Empfänger, der ans Hörgerät oder den Sprachprozessor gekoppelt wird. Die Stimme wird direkt über Funk übertragen. Das Hörgerät oder CI muss dabei durch den Hörgeräteakustiker oder Ingenieur programmiert werden, wobei unterschiedliche Mischungsverhältnisse zwischen dem eigenen Mikrofon und der FM-Anlage eingestellt werden können.
Für größere Gruppen, wie sie in Schulen oder Klassenzimmern üblich sind, gibt es Teamteaching-Anlagen mit mehreren Sendern. So können mehrere Lehrkräfte oder Gesprächspartner gleichzeitig übertragen werden, was besonders in größeren Klassen sinnvoll ist.
Spezielle Lösungen von Herstellern wie Phonak bieten für verschiedene Alltagssituationen passende Geräte:
- Table Mic: ideal für Meetings und kleine Gruppen, da es die Stimmen aller Teilnehmer erfasst.
- Touchscreen Mikro: eignet sich für klassische Vorträge oder Präsentationen.
- TV- und Medienanlagen: abhängig vom CI-Hersteller kann der Ton direkt ins Hörsystem übertragen werden.
Auch im häuslichen Alltag erleichtern technische Hilfsmittel das Leben: Rauchmeldesysteme, Türklingeln oder Babysender können an das CI oder Hörgerät gekoppelt werden, so dass wichtige Signale zuverlässig wahrgenommen werden.